Konzept
Um das iAGENT-System resistenter gegen Ausfälle zu machen, wird der Routing-Prozess in einem sekundären Knoten auf einem getrennten Server im gleichen Netzwerk als Backup ausgelegt. Es wird ein identischer iAGENT-Routing-Prozess installiert, der im Modus „Warm-Standby“ (inaktiv) auf derselben iAGENT-Datenbank läuft.
Im Falle eines Ausfalls des primären Routing-Prozesses wechselt der sekundäre Prozess selbsttätig (mittels DB-Synchronisation) von Standby auf aktiv. Im Zustand „Warm-Standby“ hat der Routing-Prozess bereits einige Komponenten initialisiert und somit eventuell länger dauernde Arbeitsschritte der Startup-Sequenz schon durchlaufen. Nach dem Komplettieren der Startup-Sequenz ist der Standby-Routing-Prozess voll funktionsfähig und übernimmt alle Aufgaben des ursprünglichen primären Knotens.
Wie wird ein Ausfall des primären Prozesses erkannt?
Der aktive Routing-Prozess schreibt alle 5 Sekunden ein „Heartbeat-Update“ in die Datenbank. Bleibt dieses zyklische Update aufgrund eines Prozess-Fehlers oder Hardwareausfalls aus, erkennt der Backup-Routing-Prozess die Failover-Situation und holt sich durch einen Verbindungsversuch zwischen Backup- und primärem Knoten zusätzlich eine Bestätigung.
Wenn der primäre Routing-Prozess ordnungsgemäß gestoppt wurde oder Datenbank nicht verfügbar ist bzw. die Verbindung zur Datenbank von einem der beiden Knoten unterbrochen ist, findet keine Übernahme durch den Backup-Knoten statt.
Wie funktioniert der Rückschwenk auf den primären Prozess?
Es wird sichergestellt, dass immer nur ein aktiver Routing-Prozess gegen dieselbe iAGENT-Datenbank läuft. Wenn der primäre Knoten wieder verfügbar ist und sein zyklisches Update fortsetzt, fährt er sich zunächst wieder herunter, solange das Backup noch aktiv ist. Das Backup muss nach einem Failover erst manuell beendet werden.



Voraussetzungen
- Zweiter Server für den Backup-Prozess mit ähnlicher Hardware-Ausstattung im gleichen Netzwerk
- Apache-Webserver (s. iAGENT Systemanforderungen)
- Filesystem-Synchronisation bestimmter Dateien/Verzeichnisse mit beidseitigen Schreibrechten zwischen primärem Knoten und Backup (Dokumentation s. iAGENT Warm-Standby-Filesystem)
- Zugriff auf die iAGENT-Datenbank vom Backup
- TCP/IP-Verbindung / Firewall-Freigabe zwischen Primary und Backup
- http/https-Erreichbarkeit des Apache auf dem Backup durch die Clients